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lightbulb Idee Leistungssteigerung 12M18 - Projektumsetzung - Erfahrungsbericht

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15 Mär 2022 16:50 - 15 Mär 2022 17:55 #44130 von stollenwolf
Hallo Steyr Schrauber,
Hier  ein erster Beitrag zum Thema Leistungssteigerung als Umbaubericht. Über Leistungssteigerung am WD 612.74 (der Motor im 12M18) haben wir ja schon öfter diskutiert. 

Für alle die noch nicht so lange dabei sind ein paar Informationen: Alle Unterlagen über die Einspritzpumpe findet ihr im Bereich Quellen / Dokumente / Informationen. Datenblätter für die Einstellung der F&M EP auf 210 PS gibt es da auch.
Unterlagen für die Einspritzdüsenüberholung findet ihr in einem Thread im Forum.

Was es im Forum noch nicht gibt, ist ein Bericht / Anleitung wie man diesen Umbau vornimmt und welche Schwierigkeiten dabei auftreten. Ich befinde mich gerade in einem Umbau auf höhere Leistung am WD 612.74 und versuche das hier einmal in verschieden Beiträgen zu verarbeiten.
Vorweg, das ist nicht geeignet ohne tieferes Verständnis der Materie oder wenn die Fähigkeiten sich auf Wartung und Reifenwechseln beschränken. Das ist definitiv nicht "Schrauben für Anfänger".

Was ist der Plan?
Im ersten Schritt Leistungssteigerung WD 612.74 auf 210PS. Dann in einem weitern Schritt auf Leistung jenseits der 210PS. Wieviel da möglich ist wird sich noch herausstellen.

Arbeiten Schritt 1:
  • Einbau Ladeluftkühler / Ladeluftgehäuse / Verrohrung:  Der LLK und das Ladeluftgehäuse kommt vom Xiberger und ist wie gewohnt klasse Handwerksarbeit.  
  • Abgleich Einspritzdüsen: Das kommt von mir. Habe einen Satz Einspritzdüsenhalter revidiert mit neuen Düsen versehen und auf +/- 3 bar abgeglichen
  • Einstellung EP auf 210PS: Das kommt auch von mir. Einstellung der EP auf gewünschte Leistung auf einem Prüfstand mit Protokoll. Einbau und Feineinstellung.
Arbeiten Schritt 2:
  • Einbau größerer Turbolader: Da sehen wir mal was wir wählen. Entweder größeren Lader für WD 612 Motoren oder Umbau auf einen B&W Wastegate Lader. Da sind wir uns noch nicht sicher.
  • Leistungsanhebung auf 2XX PS: Wieviel man noch machen kann stellt sich dann heraus wenn ich die Pumpe auf dem Prüfstand habe und die  maximale Einspritzmenge messen kann.
Das ist natürlich auch ein Mitmachthread. Anregungen, Kommentare etc. sind jederzeit willkommen. Allerdings sollten sie konstruktiv sein, Klugscheißer oder Paragraphenreiter braucht es nicht wirklich.
Alle Arbeiten werden natürlich fachgerecht ausgeführt und beinträchtigen die Dauerlauffestigkeit der Komponenten nicht. Nachmachen natürlich immer auf eigene Gefahr 

Soweit einmal der Überblick. 

Der nächste Beitrag dreht sich um die Vorbereitungen, LLK Einbau, EP Ausbau und die Erfahrungen dabei.  

LG Joachim
Letzte Änderung: 15 Mär 2022 17:55 von stollenwolf.
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15 Mär 2022 21:12 #44134 von Paul
Hallo stollenwolf  "Joachim":

Wenn man die Suche bemüht, findet man einige Berichte zur Leistungssteigerung unserer WD 612.74 Motoren. Jeder beschreibt einen Teil den er zur Umsetzung dieser Leistungssteigerung gemacht hat. Das ist sicherlich lobenswert, doch ist ein detaillierter, "vom Anfang zum Ende" Bericht, wie Du ihn hier einstellen willst für alle die, die dies auch vorhaben, von höchstem Wert. Sicherlich ist ein solcher Umbau wahrscheinlich nicht von jedem selber durchführbar doch hilft es ungemein beim Verständnis einer Umsetzung dieser Arbeiten. Messwerte, Bezugsquellen und Bilder eines solchen Umbaus sind für uns alle von unschätzbarem Wert! An dieser Stelle will ich mich bei Dir bereits jetzt für die Anteilnahme an Deinem Umbau, und den damit verbundenen Erfahrungen recht herzlich bedanken.

Mir steht dieser Umbau auch noch bevor, da ich des öfteren mit einem Anhänger + Unimog (4000 kg) unterwegs sein werde. Aus diesem Grund habe ich mich bereits sehr tief in die Materie eingelesen und kann Deine Warnung: Das ist definitiv nicht "Schrauben für Anfänger" nur unterstreichen. Anstreben würde ich 260 PS. Wie das jedoch am besten umzusetzen ist weis ich aber noch nicht, da ich eher in der Elektrik und Mechanik zuhause bin als in der Motorenwelt. Fiele Wege führen bekanntlich nach Rom, doch interessiert mich nur derjenige, der mir von fachkundigen Leuten, die unseren Motor kennen, empfohlen wird. Ich werde Deine weiteren Berichte jedenfalls mit Spannung erwarten!

LG:   Paul
 

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17 Mär 2022 16:20 #44160 von Toni63
Am besten einen 13S26 oder15/16S26 von Feuerwehr kaufen, den Motor in den 12M18 bauen, danach die Feuerwehr als z.B. als 13S18 günstig verkaufen...
Der Motor passt nicht 1:1 rein da die einen größeren Kühler haben (mehr Leistung mehr Abwärme)
Aber die/der Ölkühler ist/sind zumindest gleich dabei.
Unterm Strich vermutlich deutlich günstiger, weniger Arbeit und nachher ``echte 260PS´´ unter der Haube...
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20 Mär 2022 17:25 #44182 von stollenwolf
Hallo Paul,

Danke für Deine positive Rückmeldung.
Hier ein kurzer Ausflug zum 260PS Motor - Umbau. Das habe ich bei meinem 12M gemacht, ist aber nicht so ganz einfach zu bewerkstelligen. Günstig ist das auch nicht zu haben. Ich denke einmal das sind so Nischenumbauten von ein paar Hardcore - Schraubern die einfach Spaß an den Möglichkeiten haben. Deshalb habe ich darüber auch nie im Detail etwas verfasst.
Wenn man sich mit solchen Umbauten beschäftigt dann kommt man zwangsläufig auch zu Umbauten des Einspritzsystems. Bosch Einspritzanlagen für 230/260PS würden auch auf den WD 612.74 passen, was zumindest technisch eine Möglichkeit wäre. Das müsste man dann aber im einzelnen bewerten was da Sinn macht.
Solide Leistungssteigerungen beim WD 612.74 sind einfach umzusetzen und können auch erheblich mehr Leistung bringen. Vor Allem sine sie schneller durchgeführt.

LG Joachim
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20 Mär 2022 17:39 - 20 Mär 2022 17:42 #44183 von stollenwolf
Es geht weiter im Thema Leisutungssteigerung WD 612.74 Projekt.

Thema: Vorbereitung - Messwerterhebung am Motor

Ich will keine Leistungssteigerung durchführen ohne das ich im Vorfeld ein paar Messwerte vom Fahrzeug und Motor genommen habe.

Warum braucht es das?
Um überhaupt eine qualitative oder quantitative Leistungszunahme bestätigen zu können braucht man nähere Informationen über dien Istzustand des Fahrzeugs / Motors. Vergleicht man diesen später mit dem Sollzustand wird man eine Veränderung sehen können.
Auch wird mir das helfen etwaige Probleme einzugrenzen oder herauszufinden was noch an Leistungspotenzial zu Heben ist.

Also was haben wir gemacht. 
Michael und ich sind einen Sonntag Nachmittag mit seinem Steyr spazieren gefahren und haben Messwerte in Originaleinstellung genommen. Sensoren habe ich im Ladeluftgehäuse montiert. An der unteren Seite befindet sich ein Deckel, dort habe ich einen anderen Deckel mit eingebauten Sensoren montiert. Das wäre dann für später auch die richtige Position wenn man einen Sensor für eine Ladedruckanzeige platzieren will.

Folgende Messwerte wurden genommen:
  • Ladedruck
  • Ladetemperatur
  • Außentemperatur
  • Endgeschwindigkeit
 Gemessen habe ich auf folgende Strecken:
  • Autobahn ebene Strecke
  • Autobahn bergauf
  • Landstraße bergauf lange Gerade 
Was ist dabei herausgekommen?
Das Fzg ist mit 14.00 Rädern ausgerüstet und hat ca. ≈ 9to Gewicht.  Motor und Achsen warm ... ok das wussten wir schon vorher 

Autobahn ebene Strecke:
102km/h max bei 2200 U/min 8. Gang; Ladedruck bei 0,3bar, Ladetemp. 102°C. Erreichen einer Drehzahl über 2200 im 8 Gang war nicht möglich.

Autobahn leicht bergauf (es war eine wirklich leichte Steigung... Definitiv nicht die Brennerautobahn):
75km/h max  bei 1500 U/min im 8 Gang; Ladedruck 0,22bar; Ladetemperatur 67°C Erreichen einer Drehzahl im 8 Gang über 1500 war nicht mehr möglich.
72km/h bei 2000 U/min im 7. Gang; Ladedruck 0,3 bar; Ladetemperatur 96°C. Erreichen einer drehzahl im 7. Gang über 2000 U/min war nicht mehr möglich.

Das Fazit dieses Tages.
Der Michael hat einen supertollen Steyr mit Wohnkabine. Die 14:00 er Reifen tragen sehr zur Endgeschwindigkeit bei, reduzieren aber sehr stark die Vortriebsleistung. Der wesentlich größere Abrollumfang und das höhere Gewicht der Räder merkt man sehr. Beschleunigungswerte in der Ebene sind sehr verhalten, fährt man bergauf hat man schnell mit sich reduzierender Geschwindigkeit zu tun.

Eigentlich haben wir auch nichts anderes erwartet ..... war ja klar, sonst könnten wir uns ja die ganze Übung auch sparen.Ansonsten habe wir alles was wir benötigen um später den Umbau zu bewerten.

Diese Woche Freitag bin ich mit der Einspritzpumpe auf einem Prüfstand und werde entsprechend berichten. Es ist eine originale Einspritzpumpe aus dem WD 612.74, einen F&M Pumpe die ich von meinem Schlachtmotor genommen hatte. Wenn sie eingestellt ist wird sie gegen die andere getauscht.

LG Joachim 
Letzte Änderung: 20 Mär 2022 17:42 von stollenwolf.

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20 Mär 2022 20:20 #44184 von Paul
Hallo Joachim,richtig ist, dass man sich ein genaues Bild vom Istzustand des Motors macht, um nachher genau beurteilen zu können welche Umänderung zu welchem Resultat geführt hat. Dies setzt natürlich voraus, dass man sämtliche Messwerte aufzeichnet und bei späteren Testfahrten immer wieder die gleiche Strecke abfährt. Zu den Messwerten hätten meiner Meinung nach auch noch der Verbrauch (Vorlauf – Rücklauf = Verbrauch) und die Drehzahl mit aufgezeichnet werden müssen. Die Verbrennungsqualität beeinflusst die Leistung, und setzt sich aus Temperatur und Druck der Ansaugluft und dessen Mischungsverhältnis mit dem Kraftstoff zusammen. Auch ist die Abgastemperatur wichtig, da sie sich mit der Verbrennungsqualität ändert. Da mein STEYR zur Zeit nur blöd rum steht und auf seine Instandsetzung Anfang 2023 wartet, habe ich noch alle diese Tests vor mir, und profitiere somit bereits jetzt von Deinen Erkenntnissen. An meinem STEYR ist zur Zeit noch alles original.
Toni63 schrieb, dass man auch die Möglichkeit in Betracht ziehen sollte  gleich den Motor eines 13 oder 16S26 zu nehmen, da an diesem bereits alle Umänderungen für echte 260 PS gemacht wurden. Dem stimme ich voll und ganz zu, doch weis ich auch dass mein WD 612.74 Motor in einem sehr gutem Zustand ist und ein ebenso guter S26 Motor sehr schwer zu finden ist. Es bleibt also fast nur der eigne Umbau.
Interessant zu wissen wäre ach bei welchem Boschdienst, aus der Nähe Odenwald, man sich seine Einspritzpumpe auf deren bereits gesammelten Erfahrungen einstellen lassen könnte.
Eine Anfrage bei Stephan ergab . . . nichts!Sehr spannendes Thema !!!LG: Paul
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20 Mär 2022 20:46 #44187 von sunndal
Hallo zusammen 
ich bin auch mal gespannt was ihr da so rausbekommt. 
Wünsche erstmal gutes Gelingen. 
LG Kai 

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20 Mär 2022 22:31 #44192 von Eifeler
Hallo Joachim, 
Sehr spannendes Thema, dass, wie ich weiß, von einigen hier im Rheinland spannend verfolgt wird.
Grüße aus der Eifel....
(Die Peripherie vom Rheinland )

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21 Mär 2022 08:15 #44196 von Toni63
Schön wäre auch, wenn für alle Leser hier auch gleich noch die ca. Preise (Links) für Teile eingestellt werden.
Also was kosten alle Teile für die Nachrüstung des LLK?
Mit wie viel Arbeitsstunden sollte man rechen?
Kosten Anpassung Einspritzung auf den LLK? mit/ohne Prüfstand



 

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21 Mär 2022 16:53 #44204 von stollenwolf
Danke für die Beiträge,

Die Messwerte Ladelufttemperatur and Ladeluftdruck waren das was ich so ohne größeren Aufwand realisieren konnte. Für die Abgastemperatur, auch ein wichtiger Wert hätte ich den Abgaskrümmer anbohren müssen, für den Treibstoffvorlaufdruck habe ich den Adapter noch nicht fertig gedreht. Wir schlagen uns sozusagen messtechnisch auf niedrigem Niveau durch.

Zur Abgastemperaturmessung schreibe ich später mal was. Das baue ich gerade in meinem 260PS Motor ein, ist aber noch nicht fertig ..... erst hat die Leistungssteigerung vom Michael Priorität.

Der Treibstoffvorlaufdruck ist ein wichtiger Wert, er beeinflusst in größerem Maße die Leistung. Ist er zu niedrig, durch evtl. verstopfte Filter oder zusätlich vorgeschaltete Filter dann bekommt der Motor zu wenig Treibstoff für die Maximalleistung. Bei der  Leistungssteigerung hier suche ich nochn eine mechanische Vorförderpumpe mit einer etwas höheren Liefermenge. Mal sehen was sich da so tut..... Input dafür ist gerne gesehen.

Das mit den Preisen und Arbeitszeiten ist so eine Sache. Preise kann ich teilen, das ist kein Problem, Arbeitszeit ist dann zu individuell und manches, wie zb Einspritzdüsenabgleich braucht teures Spezialwerkzeug.
Ich trage das dann einfach mal am Ende zusammen was so alles gekostet hat. Eine grobe Schätzung ist das der gesamt Umbau an Teilen und Einstellarbeiten welche ich nicht selber machen kann zwischen 2000 - 2500 € sein wird. Eher nahe an den 2000€ denke ich.
Da sind dann dabei:   Ladeluftkühler mit Verrohrung und Ladeluftgehäuse angepasst; großer Turbolader, abgeglichen Einspritzdüsen, Überarbeitung der Einspritzpumpe. Nicht dabei sind mechanische Arbeiten, die machen wir dann selber.
Aber das ist nur geschätzt, ich werde berichten...

LG Joachim

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22 Mär 2022 04:07 #44209 von Harty

....
Der Treibstoffvorlaufdruck ist ein wichtiger Wert, er beeinflusst in größerem Maße die Leistung. Ist er zu niedrig, durch evtl. verstopfte Filter oder zusätlich vorgeschaltete Filter dann bekommt der Motor zu wenig Treibstoff für die Maximalleistung. Bei der  Leistungssteigerung hier suche ich nochn eine mechanische Vorförderpumpe mit einer etwas höheren Liefermenge. Mal sehen was sich da so tut..... Input dafür ist gerne gesehen....
 

Hallo Joachim,
ich kann dir leider keinen großen Input geben, aber ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, daß die Förderleistung der Vorförderpumpe die Maximalleistung des Motors beeinflußt.

Ich hatte vergangenes Jahr große Probleme mit dem System Tank-Vorfilter-Vorförderpumpe-Hauptfilter wegen minderwertigen und wahrscheinlich auch dreckigen Diesel. Häufiges Filter wechseln, Reinigen der Vorförderpumpe und der Tanks haben geholfen. Trotzdem bin ich noch der Meinung, daß entweder die Vorförderpumpe zu schwach oder zu alt ist.
Leider bekomme ich hier in Westaustralien nicht problemlos eine neue Vorförderpumpe. Also muß ich das in D mal mit machen.

Ich bin gespannt, wie es bei euch weiter geht.

 

LG, Hartmut
....mit dem 12M18 in Australien unterwegs....

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22 Mär 2022 08:42 #44210 von stollenwolf
Hallo Hartmut,

Danke für den Beitrag. Eine Vorförderpumpe ist so ein typisches Ersatzteil das nicht viel kostet und man in der Ersatzteilkiste haben sollte (damit man es nie braucht). F&M und Bosch haben sehr eng zusammengearbeitet, daher ist die Vorförderpumpe auch von Bosch.
Das könnte heißen das auch andere Boschprodukte an den Flansch dran passen. Mal sehen ob sich da was tut.
Solltest Du eine neue Vorförderpumpe nach Australien benötigen kann ich Dir das gerne schicken.

LG Joachim

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22 Mär 2022 09:13 - 22 Mär 2022 09:15 #44211 von stollenwolf
Es geht weiter im12M18  Leistungssteigerungsprojekt für den WD 612.74

Thema: Vorbereitung - Demontage Einspritzanlage

Wir bauen ja nicht nur eine modifizierte Einspritzpumpe ein, sondern auch überholte Düsenstücke, das Ladeluftgehäuse und alles was an der rechten Seite vom Motor sich befindet. 
Da macht es Sinn erst einmal alles runterzunehmen, incl. Ladeluftgehäuse und dann wieder nach und nach zu montieren. Natürlich nur alles nach eingehender Bauteilprüfung und Reinigung

Sauberkeit ist durchaus ein Thema. Wir wollen keinen Schmutz in der Einspritzanlage haben. Daher muss der Motor erst einmal, im Vorfeld,  gereinigt werden

Werkzeug:
  • Normaler Werkzeugkasten mit alles was es so braucht zu Schrauben.  
  • 1/2" Ratschensatz und einem 1/4" Ratschensatz
  • Akku - Schlagschrauber damit es etwas schneller geht.
  • Bremsleitungsschlüssel SW17 und SW19. Die sind super wichtig damit man die Einspritzleitungen   ohne Schäden von Düsen und Einspritzpumpe nehmen kann 
 Demontage:
Im Grunde nichts besonderes, aber auf einige Dinge sind zu achten. Der Vorgang steht im Dienstbehelf, das muss ich hier nicht wiederholen.

Wichtig ist das man den Motor auf 14°VOT stellt. Das ist der Einspritzzeitpunkt vom 1. Zylinder. Marken sind am Motor und an der EP.

Einige Schrauben sind geklebt, die gehen schwer auf, evtl. vorsichtig warm machen mit dem Heißluftföhn oder einer Lötlampe 

Ich konnte die EP nicht vom Träger lösen. Sie ist mit 4 Inbusschrauben verschraubt und die hinteren waren zu sehr zu als das ich sie ohne Schaden aufbekommen hätte. Ich wollte da nichts riskieren. Also habe ich den Träger mit der EP demontiert und anschließend die EP vom Träger getrennt. Dabei musste ich vorsichtig eine Schraube mit dem Gasbrenner anwärmen. War keine große Sache, aber das nächste Mal probiere ich das lieber mit dem Heißluftföhn.

EP und Träger sind relativ schwer, es macht Sinn wenn es da einen Helfer zum Halten hat. 

Die Einspritzdüsen werden nachdem man die Druckstücke und Leitungen gelöst hat mittels einer Stellzange herausgezogen. Aufpassen das kein Schmutz in die Schächte fällt. 

Dokumentation per Foto und alle Teile beschriftet in verschließbare Kunststofftaschen ... Zip Locks oder so.

Fazit:
Von der Arbeit her nicht wirklich herausfordernd, dauert etwas Zeit und man muss sauber und ordentlich arbeiten. 

Die Demontage kann man auch mit weniger Schrauber - Kenntnissen bewerkstelligen. Aber immer noch nichts für Jemanden der ausschließlich abschmiert, Reifen wechselt und mal den Lima - Riemen wechselt.

Soweit so gut ....LG Joachim
Letzte Änderung: 22 Mär 2022 09:15 von stollenwolf.
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22 Mär 2022 17:00 #44214 von Paul

stollenwolf schrieb:
Der Treibstoffvorlaufdruck ist ein wichtiger Wert, er beeinflusst in größerem Maße die Leistung. Ist er zu niedrig, durch evtl. verstopfte Filter oder zusätlich vorgeschaltete Filter dann bekommt der Motor zu wenig Treibstoff für die Maximalleistung. Bei der  Leistungssteigerung hier suche ich nochn eine mechanische Vorförderpumpe mit einer etwas höheren Liefermenge. Mal sehen was sich da so tut..... Input dafür ist gerne gesehen.

Hallo Joachim:
Ich kenne die technischen Taten unserer mech. Förderpumpen nicht, doch sollte eine solche mit höherer Leistung nicht zu finden sein, so könnte man ja auch auf eine el. zurückgreifen.
Zb. diese hier  quickparts.mobi/produkt/kraftstoffpumpe-...hardi-18824/?lang=de  
Natürlich müsste man dann auch an der El. Schaltung eine kleine Änderung vornehmen (Sicherheitsabschaltung) doch dürfte dies das kleinste Problem sein. In wieweit diese, oder eine ähnliche, für den Dauerbetrieb geeignet ist müsste man sich erkunden.

LG:   Paul

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23 Mär 2022 11:44 #44221 von stollenwolf
Servus Paul,

Die Pumpe die du hier meinst ist eine HARDI Pumpe. Ich meine das ist eine Membranpumpe, es gibt sie auch mit 24V Spannung. Ich habe mir diese Pumpe schon einmal im Vorfeld angesehen. Mann kann sie zwischen den Tank und die mechanische Kraftsstoffvorförderpumpe an der Einspritzpumpe  setzen, wenn man nur den originalen Filter hat.
Bei einem weiteren Vorfilter (was auch immer da so verbaut wird) käme die HARDI Pumpe zwischen den zusätzlichen Vorfilter und die mechanisch Vorförderpumpe.
Das Ziel ist dabei den hydraulischen Wiederstand vor der mechanischen Vorförderpumpe zu minimieren. Muss die Vorförderpumpe über lange Strecke oder durch verschiedene Wiederstände (Schalthähne, Filter ; lange Strecken ....) den Kraftstoff heranschaffen, so sinkt die Ansaugmenge und somit auch auf der Gegenseite der Vorförderpumpendruck der an der Einspritzpumpe anliegt. Das merkt man dann in der Leistung unter Umständen beträchtlich.
Ein Beispiel dazu: Mein 260 PS Motor hat unterschiedliche Leistung abhängig von welchem Tank ich den Kraftststoff entnehme. Das lag unter anderem auch an der Ansaugeinheit die ich im Tank verbaut habe.
Diese Themen sind leistungstechnisch nicht ganz banal. In der Peripherie vom Motor liegen noch einmal ca 10 PS Leistung begraben die man mit etwas Geduld auch noch holen kann. Beim 180 PS Motor sind das bereits 5% an Leistung die man durchaus spürt wenn sie nicht, oder mehr da sind.

Zurück zur HARDI Pumpe. Im Netz gibt es die verschiedensten Aussagen dazu, allerdings auch Kommentare die die Haltbarkeit betreffen.Allerdings baut HARDI schon seit vielen Jahrzehnten diese Pumpe und ist damit relativ erfolgreich auf dem Markt. Es käme eben auf einen Versuch drauf an so etwas zu verbauen und die Änderungen rauszumessen. Das steht auch irgendwo auch meiner Liste ... aber nicht so weit oben.

LG Joachim

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23 Mär 2022 13:00 #44222 von RobertH
Eine Hardi-Pumpe schaltet bei einem Druck von 0,3 bar ab. Die Pumpe ist prima geeignet zum langsamen Umpumpen von Tanks oder als Ersatz der Förderpumpe in einem Vergasermotor - aber als Vorförderpumpe für einen Dieselmotor m.E. eher nicht zu verwenden.
Das Überströmventil an der Einspritzpumpe dürfte auf 1,5 - 2 bar eingestellt sein (müsste man mal in der Dokumentation nachschlagen).
Die Förderpumpe sollte also einen höheren Druck erreichen - da kämen dann Rollenzellen- oder Zahnradpumpen in Frage. Ich würde aber bei der mechanischen Förderpumpe bleiben und diese einfach mal überholen.

Viele Grüße
Robert

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24 Mär 2022 12:59 #44229 von stollenwolf
Robert,

Evtl. bin ich hier missverstanden worden. Es geht beim Einsatz der Hardi Pumpe nicht darum das diese die bestehende Kraftstoffvorförderpumpe ersetzt, das macht aufgrund des zu erreichenden Pumpendrucks keinen Sinn. Es geht darum das die Hardi Pumpe hydraulische Wiederstände kompensiert so das die Kraftstoffvorförderpumpe wieder im optimalen oder verbesserten Bereich arbeitet. Auch eine Überholung oder ein Austausch dieser Pumpe erhöht die Pumpenleistung nicht.
Für eine optimale Treibstoffversorgung der Einspritzpumpe brauchst du eben die maximale Pumpenleistung der Kraftstoffvorförderpumpe. Diese hast du nicht wenn da noch jede Menge Leitungen, Filter, Umschalthähne usw davor sind.

Viele Grüße 
Joachim
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24 Mär 2022 16:22 #44231 von RobertH
Hallo Joachim,

auch als Unterstützungspumpe dürfte die Hardi-Pumpe eher psychologische Wirkung als echte Mehrleistung bringen.
Ich habe mal eine Pumpe bei einem Vergasermotor verbaut (dafür ist die m.E. ideal weil selbstregulierend) und habe noch eine 24V-Hardi-Pumpe hier liegen die ich machmal zum Um- oder Abpumpen nehme. Selbst ohne Filter und andere Widerstände sind die angegebenen 130l/h eher als optimistisch zu betrachten. Bei Gegendruck sinkt die Pumpenleistung entsprechend.

Ich kenne das Prinzip der elektrisch zuschaltbaren Unterstützungspumpe vom Tatra - da gab es das ab Werk.
Die Tschechen haben einfach die originale mechanische Förderpumpe genommen und einen kräftigen Elektromotor drangeschraubt.
Die Pumpe hat somit genug Leistung / Druck um den Motor auch ohne die Förderpumpe an der Einspritzpumpe zu betreiben (zwecks Redundanz).
Wenn man diese Pumpe zuschaltet steigt der Vordruck merklich und es ergibt sich eine deutliche Mehrleistung (natürlich mit höherem Verbrauch).
Weiterere Vorteile : die Pumpe kann einfach durchströmt werden (wie die anderen Kolbenpumpen auch) und man kann mit der Pumpe das Kraftstoffsystem entlüften.

Ich denke die Leistung der werksseitigen Vorförderpumpe ist bei moderater Leistungserhöhung nicht das Problem - diese Pumpe wird auch an wesentlich größeren Motoren eingesetzt und schafft genügend Durchsatz. Wenn die Rückschlagventile verschlissen sind sinkt die Pumpenleistung aber deutlich - die Plastestöpsel sollte man zumidest als Ersatzteil dabei haben.
Dann bleibt als Optimierungsansatz ja auch noch die Möglichkeit das Überströmventil gegen eines mit höherem Druck zu tauschen. Dafür sollte man aber erstmal messen wie hoch der Vordruck derzeit ist.

Viele Grüße
Robert


 

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25 Mär 2022 22:19 #44237 von Darkwave
Ich glaube nicht, das es wünschenswert ist, den Kraftstoffdruck der Vorförderpumpe zu erhöhen.
Mehr Kraftstoffdruck heißt auch höheren Druck den die ESP produziert, das heißt wiwederum das die Einspritzdüsen früher und mehr einspritzen,
das bedeutet mehr drehmoment, ja, aber auch mehr nageln......
Wenn das gewollt wäre, hätte man das bei Steyr gemacht.

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26 Mär 2022 12:53 - 26 Mär 2022 12:54 #44238 von Harty

Ich glaube nicht, das es wünschenswert ist, den Kraftstoffdruck der Vorförderpumpe zu erhöhen.
Mehr Kraftstoffdruck heißt auch höheren Druck den die ESP produziert, das heißt wiwederum das die Einspritzdüsen früher und mehr einspritzen,
das bedeutet mehr drehmoment, ja, aber auch mehr nageln......
Wenn das gewollt wäre, hätte man das bei Steyr gemacht.

das meinst du jetzt nicht ernst, oder?
Der Druck für die Einspritzdüsen wird einzig und allein durch die Pumpenelemente erzeugt. Der Vordruck welcher durch die Vorförderpumpe erzeugt wird, dient nur zum Füllen der Pumpenelemente. Da Flüssigkeiten nicht komprimierfähig sind, wird auch nicht mehr Kraftstoff zum Pumpenelement gedrückt. Die Menge welche in Richtung Einspritzdüsen geht, wird nur durch die Stellung der Regelhülse, welche über den Pumpenzylinder geschoben ist, bestimmt.
Die Höhe des Kraftstoffdruckes an den Einspritzdüsen resultiert aus der Einstellung der Einspritzdüse selbst.

LG, Hartmut
....mit dem 12M18 in Australien unterwegs....
Letzte Änderung: 26 Mär 2022 12:54 von Harty.

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