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Frage Lösungen für alternde Parabelfedern

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27 Feb 2017 13:36 #20304 von Cosmo
Lösungen für alternde Parabelfedern wurde erstellt von Cosmo
Hallo zusammen,

ich beschäftige mich u.a. zur Zeit mit Möglichkeiten unsere in die Jahre gekommenen Federn wieder fit zu machen und möchte fragen welche Erfahrungen es mit dem 12M18 zu diesem Thema gibt.

Ist das Sprengen von Parabel- oder Blattfedern, also ein erneutes aufbiegen, dass die Federblätter wieder in Originalposition oder sogar ein wenig höher gebracht werden eine dauerhafte Lösung, hat das schon mal jemand im Forum gemacht und Erfahrungen?

Das verstärken von Parabel- oder Blattfedern wäre wohl auch eine Möglichkeit und wird entweder durch ein zusätzliches Federblatt bei langen Briden oder durch den Austausch eines Blattes durch ein stärkeres erreicht welches auch eine höhere Ladekapazität bewirkt. Gibt es hier Erfahrungen?

Was versteht man eigentlich genau unter dem reparieren von Blattfedern oder Parabelfedern, ich kenne nur die zwei oberen Varianten, und eine gebrochene Feder reparieren ist für mich schwer vorstellbar.

Es gibt noch das höher legen mit Klötzen und längeren Briden, das ist aus meiner Sicht nur ein optischer Effekt und erhöht oder erhält nicht die Ladekapazität, gibt es hierzu Meinungen?

Unsere Steyr sind alle im gleichen Alter und ich denke es ist richtig sich darüber Gedanken zu machen. ;)

LG Ronald

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27 Feb 2017 15:03 #20308 von Toni63
Servus Ronald,

als ich vor einem Jahr auf der suche nach neuen Federn war bin ich auf bei Google auf einen ungarischen Federn-Hersteller gekommen, leider habe ich den Link nicht mehr.
Für meinen hatte er keine Federn im Angebot, jedoch für den 12M schon, soweit ich mich erinnern kann, lag eine neue Feder bei ca. 250€ und ca. 120€ für die Palette mit 4 Federn nach DE

Toni

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27 Feb 2017 17:10 #20310 von Toni63
Ich habe doch noch was gefunden:

Virgínia Kőszegi
Export Manager / Leiterin Export

LKW Blattfeder AG. / Zrt.
H-2045 Törökbálint, Tópark str. 9.
E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Skype: v.koszegi
Tel: +36 30 194 5815
Tel: +43 664 557 4560 (Österreich)

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27 Feb 2017 17:32 #20312 von Cosmo
Hallo Toni,

vielen Dank für die Informationen, das ist ein guter Anfang.:)

Dein Ausbau sieht toll aus ;)

LG Ronald

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27 Feb 2017 20:15 - 27 Feb 2017 20:16 #20317 von oschi
Hi Ronald,

Oschis vordere Federn wurden im Oktober um 20mm angestellt. Reagieren jetzt etwas sensibler. Nach 10tkm noch keine Veränderung. Hätte sie aber unterschiedlich anstellen lassen müssen, um den FH-Schiefstand zu beseitigen.

Will die Tage hinten eine zusätzliche Lage einziehen lassen, um die Seitenlinie zu begradigen (+60mm). Klötze wären bei den 10to nur sinnlose Kosmetik. Wenn es klappt sammel ich damit bis April noch paar tsd km Erfahrung.

LG Oschi
Letzte Änderung: 27 Feb 2017 20:16 von oschi.

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27 Feb 2017 20:44 #20320 von Toni63
Servus Oschi,
mein Fahrerhaus war auch schief, bei mir war auf einer Seite unter dem Fahrerhauslager vorne eine 15mm Stahlplatte, warum weis ich nicht.
Diese Platte habe ich auf die andere Seite montiert, jetzt steht der Steyr wieder gerade.

@Ronald
frag doch mal bei dem Ungar z.B. 10 Federnpakete an, ich denke das sich der Preis in Richtung 200€ bewegt, dafür bekommt man in DE die alten Feder nicht mal aufgespengt.

Da ja mehrere 12M nach 30 Jahren lahme Federn haben, sollten bei dem Preis einige Bedarf an neuen Federn haben.

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27 Feb 2017 22:55 #20325 von oschi
Ich will hoffen, dass mir da eine einzelne Platte aufgefallen wäre, aber ich guck lieber noch mal nach :-)

Aufschmieden hat 175 EUR je Paket gekostet, ohne Handeln. Der Federschmied in Wuppertal meinte übrigens, die VA-Federn wären auch nach 30 Jahren noch wie neu gewesen. Kein Wunder bei einem Truppentransporter, der überwiegend leer herumstand.

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28 Feb 2017 08:57 #20332 von Cosmo
Hallo zusammen,

von den möglichen Varianten ist für mich im Moment die mit einer zusätzlichen Lage/ oder Austausch mit verstärktem Blatt die technisch und wirtschaftlich sinnvollste Variante.

Wenn Oschi das demnächst macht wäre es klasse wenn wir uns hier weiter zu den Erfahrungen austauschen. Anfragen oder bestellen von Federpaketen halte ich noch für etwas früh und es ist die Frage ob das wirklich nötig ist. Trotzdem ist es interessant die Quellen für Federn hier zu erfassen.

Eigentlich müssten doch noch mehr Besitzer mit dem Thema beschäftigt sein.

LG Ronald

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28 Feb 2017 09:43 - 28 Feb 2017 09:43 #20333 von Magnus
Hallo Ronald,

bzgl. Federnaufbereitung finde ich diese Seite sehr informativ: www.federnwerk-bischoff.de/?go=lkwfeder&nav=aufarbeitung

Sonst gibt es auch noch die Firma Josef Damböck in Bad Aibling, von der ich immer wieder höre:-)

Viel Erfolg beim Revitalisieren der Federn...

Lorenz

Wege sind überall!
Letzte Änderung: 28 Feb 2017 09:43 von Magnus. Begründung: es fehlte ein i

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28 Feb 2017 11:19 #20336 von weitweg
weitweg antwortete auf Lösungen für alternde Parabelfedern
Das Thema heißt zwar "Lösungen für alternde Parabelfedern", lässt sich in diesem Zusammenhang aber durchaus auf die Fahrzeuggeometrie ausdehnen.

Bezgl. der Geometrie muss zum einen die Bezugsachse (Längs- oder Querachse) und zum anderen das Fahrwerk (bis zum Hauptrahmen) bzw. der Aufbau (alles über Hauptrahmen) unterschieden werden.

Alles unter dem Hauptrahmen bezieht sich auf die Federung bzw. das Fahrwerk. Hier sind für eine Fehlstellung sowohl in Längsrichtung (vorne/hinten) als auch in Querrichtung (rechts/links) im Wesentlichen die Federn verantwortlich. Voraussetzung ist aber, dass die Räder gleichmäßig gefüllt sind.

Ab dem Hauptrahmen nach oben hin sind Herstellungsfehler, defekte Lagerungen (Fahrerhaus) oder Verzug durch Unfall die Ursachen für Fehlstellungen.

Eine Schiefstellung darf nicht nur nach einem Gesichtspunkt betrachtet werden, da es sonst zu falschen Schlussfolgerungen kommt und die Therapie an der falschen Stelle ansetzt.

Diagnose Federn
Um eine Fehlstellung durch die Federung sauber zu diagnostizieren, sollte das Fahrzeug auf einer ebenen Fläche mit vier gleich hohen Böcken so aufgestellt werden, dass die Räder frei schweben. So ist gewährleistet, dass alte Reifen und/oder unterschiedlicher Luftdruck keinen Einfluss auf die Messung haben. Alternativ könnte man auch die Felgenhörner als Bezugspunkte nehmen. Eine Fehlstellung durch eine verbogene Achse schließe ich mal aus.
Zur Kontrolle kann man nun an vier gleichen Stellen irgendwo an der Achse (z.B. unterhalb der Bremsscheiben) den Abstand zum Boden messen. Er sollte gleich sein, aber auf einen Millimeter kommt es nicht drauf an.
Nun misst man an vier gleichen Punkten im Bereich zwischen den Federböcken (genau einzeichnen) den Abstand rechtwinklig vom Boden zum Hauptrahmen. Um die Längsachse quer zur Fahrtrichtung sollte der Abstand bis auf wenige Millimeter gleich sein. Um die Querachse in Längsrichtung sollte der Abstand hinten mindestens so groß sein wie vorne.

Um eine erlahmte Feder zu diagnostizieren braucht man einen Referenzwert einer neuen Feder. Ein Hinweis für eine erlahmte Feder ist ein zu geringes Stichmaß. Verbindet man gedanklich die Mitte des einen Federauges mit dem anderen, erhält man eine Strecke. Misst man nun mittig von dieser Strecke senkrecht zum Federbogen erhält man das Stichmaß. Dieses Maß ist bei einer schwächeren Feder kleiner als bei einer neuen.
Dieses Vorgehen ist aber in der Praxis sehr aufwendig, da dafür auch alle Federn ausgebaut werden müssen. Einfacher (Pi mal Daumen) ist sicher der Vergleich zweier gleicher (Gewichtsverteilung/Überhang) Fahrzeuge.

Korrektur Federn
Um die Federstellung zu verbessern, kann man diese auf das Maß einer neuen Feder oder ein wenig darüber aufsprengen lassen. Das geht nicht beliebig oft, da es durch das Aufsprengen zu leichten Gefügeänderungen im Stahl kommt. Genaueres hierzu können Fachbetriebe nennen.

Eine zusätzliche Federlage (hinten) ist meiner Meinung nach kontraproduktiv, da dadurch die Federung deutlich härter wird und das Fahrverhalten bockig werden kann. Vermutlich müssen dann auch die Stoßdämpfer angepasst werden. Im Geländeeinsatz kann man eine harte Federung auch nicht gebrauchen.

Eine Erhöhung des Abstandes zwischen Hauptrahmen und Achsen durch Distanzklötze ist nicht nur eine optische Korrektur. Als Vorteile neben den überschaubaren Kosten sind hier die Scheinwerferstellung (kann auch an diesen selber korrigiert werden), das Gefälle für Wasserabläufe, die Bauchfreiheit und der Raum der Räder im Radkasten zu nennen. Man braucht dafür lediglich die Distanzklötze, längere Herzbolzen und längere Federbriden.
Man sollte es aber auf keinen Fall übertreiben, da der Schwerpunkt nach oben wandert, der Knickwinkel der Kardanwellen größer wird und eventuell die seitliche Führung des Fahrzeugs ein wenig leidet.
Der Federweg wird durch diese Maßnahme nicht vergrößert.

Bei allen Vergrößerungen des Abstandes zwischen Hauptrahmen und Achsen ist darauf zu achten, dass der Arbeitsweg der Stoßdämpfer ausreichend ist, da diese bei Überschreitung sonst abreißen werden.

Als letzte Möglichkeit bleibt natürlich der Austausch der Federn gegen neue. Der Vorteil von neuen, auf das Gewicht des Dauerbeladezustandes angepasste Federn ist neben dem "frischen" Material der größere Federweg. Hier gilt das gleiche wie beim Aufsprengen.

Diagnose Fehlstellung Fahrerhaus oberhalb des Rahmens
Zur Diagnose muss der Hauptrahmen (mit Hilfe von Stützen) eben ausgerichtet werden, um Einflüsse aus Verwindung des Hauptrahmens zu elemenieren.
Nun kann man an markanten, gleichen Punkten den Abstand zwischen dem Fahrerhaus und dem Hauptrahmen messen.

Ursachen können Fehler in der Herstellung, Verformung durch Überlastung und Verschleiß der Kabinenlagerung sein. Bei der Fahrerhauslagerung kommen nur die hintere Lagerbrücke und die vorderen Drehlager in Frage. Dabei dürften die Federbeine der hinteren Lagerbrücke die Hauptverdächtigen sein. Ist ein Federbein deutlich weicher als das andere, kommt es zu einer Scherbelastung des Fahrerhauses und der vorderen Lagerung. Die Kabine wird sich durch Verformung über längere Zeit dem Zustand anpassen.

Natürlich kann auch der Wohnaufbau eine Schiefstellung aufweisen. Bei einer Linienlagerung (fest auf Hauptrahmen oder Federlagerung) spielt das keine Rolle. Das betrifft wohl eher eine Dreipunkt-/Rautenlagerung. Wenn man davon ausgeht, dass der Hersteller der Lagerung sauber, freigängig und symetrisch gearbeitet hat, ist die Ursache wohl bei der Gewichtsverteilung beim Aufbau zu suchen.

Korrektur einer Schiefstellung oberhalb des Rahmens
Ist eine Maßabweichung in den vorderen Drehgelenken gemessen worden, kann man - vorausgesetzt, es handelt sich nicht um eine abnorme Verformung - dies durch Beilagscheiben in der Befestigung ausgleichen. Dabei ist darauf zu achten, dass alle Verbindungen wie Schläuche, Kabel usw. noch genug Bewegungsspielraum haben. Die Lenkung hat ein Schubgelenk.
Bei verschlissenen oder ungleichen Fahrerhausfederbeinen sind diese auszutauschen.

Eine Schiefstellung des Wohnaufbaus ist durch gleichmäßige Gewichtsverteilung um die Längsachse (rechts/links) zu verhindern.
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28 Feb 2017 11:56 #20338 von Toni63
Fehlstellung Fahrerhaus

wenn das Fahrerhaus zur Beifahrerseite hängt kann auch der Fahrerhauskippzylinder verantwortlich sein, Beim runterpumpen wird der Gummipuffer der Fahrerhauslagerung zusammengedrückt und verschleißt schneller als auf der Fahrerseite.

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28 Feb 2017 12:00 #20339 von Cosmo
Hallo Tobias,

vielen Dank für die ausführliche Darstellung, das Thema der alternden Parabelfedern kann sicher nur richtig bewertet werden wenn man mit den von Dir genannten Punkten die Transparenz der eigenen Fahrzeugsituation herstellt.

Und genau damit habe ich mir ehrlich gesagt etwas schwer getan, die genaue Feststellung ob überhaupt ein Handlungsbedarf besteht, und wenn ja, was ist die wirkliche Ursache und die richtige Maßnahme dazu.

Wir sind wie ich finde einen guten Schritt weiter. :)

Liebe Grüße
Ronald

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28 Feb 2017 12:34 #20342 von weitweg
weitweg antwortete auf Lösungen für alternde Parabelfedern
Hallo Ronald,

das oben Gesagte war mehr der Rundumschlag für die Allgemeinheit.
In Deinem Falle geht es, so habe ich es in Erinnerung, nur um ein hängendes Heck.
Ich würde da nicht so viel Wirbel drum machen. Du hast eine lange Reise vor Dir. Wenn die Federn gar sind, lässt Du sie unterwegs reparieren. Das ist bei "Buschmechanikern" gang und gäbe und sicher preiswerter als hier in Europa.

Um das hängende Heck zu korrigieren, lässt Du die hinteren Federn aufsprengen oder wählst die Variante mit den Distanzklötzen. Die alten Federbriden kannst Du ja dann mitnehmen, so hast Du schon welche, falls Du unterwegs die Federn machen lässt. Für das Maß der Höherlegung muss Du allerdings den Dauerbeladungszustand, wie Du ihn für die Reise vorgesehen hast, berücksichtigen.

Das Maß kannst Du zu Hause wie folgt ermitteln:
Packe das voraussichtliche Reisegewicht mit der entsprechenden Verteilung grob auf. Dann hebst Du mit Hilfe von Wagenhebern o.ä. den Hauptrahmen rechts und links hinter der Hinterachse so weit an, dass das Auto hinten leicht (2-4 cm) höher steht. Du misst vor und nach der Höherhebung den Abstand zwischen Hauptrahmen und Achse (immer an der gleichen Stelle). Die Differenz der beiden Werte ist das Maß für die Distanzklötze bzw. das Aufsprengen. Fertig.

Ich vermute, dass es bei Dir so ca. 5 cm werden.

Man kann das auch theoretisch mit Hilfe der Strahlensätze und Winkelfunktionen ermitteln. Ist in schnell erledigt. Messen muss Du aber trotzdem.

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28 Feb 2017 13:10 #20344 von Cosmo
Hallo Tobias,

nochmal Danke für die Info, mit unserem Heck werde ich erst richtig schauen wie es aussieht wenn wir uns dem reisefertigen Zustand nähern, im Moment sieht es wirklich so aus (und das schon länger) dass wir hinten ein Stück höher gehen müssen.

Trotzdem versuche ich in diesen Beiträgen auch immer allgemein die Möglichkeiten mit Euch zu diskutieren, und da hat Deine Erklärung viel beigetragen. Also beschränkt Euch nicht auf mich, es gibt bestimmt noch weitere Themen die hier gut reinpassen.

LG
Ronald (der ab heute den 28.02. keinen Erziehungsauftrag mehr hat)

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28 Feb 2017 18:10 - 03 Mär 2017 18:10 #20358 von oschi
Ich weiß nicht, ob weitweg seine Messvorgänge oder Ratschläge schon mal selbst praktisch ausprobiert hat, aber das wird passieren: sobald Du das Fahrzeug an einer Ecke anhebst, hebst Du es auch aus allen anderen Federn. Ein Fahrzeug ins "Wasser" zu bringen ist erheblich komplexer. Allein aufgrund der Hebelverhältnisse musst Du exakt das dort messen, was Du nachher wo korrigierst.

Den Tipp mit der anderen Gewichtsverteilung im fertigen Ausbau (erst dann kann gemessen und korrigiert werden) möchte ich in der Praxis mal umgesetzt sehen: Tausche Sixpack Bier hinten links mit der Tüte Chips vorne rechts ;-) ?

Weder Stoßdämpfer noch Kardanwelle sind beim Ausnivellieren in Gefahr, schließlich ist das Fahrzeugheck ja um etliche cm eingefedert und soll nur wieder etwas angehoben werden. Unser Steyr stand original hinten ca. 8 cm höher, das war 30 Jahre lang vollkommen unproblematisch.

Was man wirklich beachten sollte ist die Stellung des ALB. Der Bremskraftregler meint bei der wiedergewonnenen Höhe sonst, die HA wäre weniger belastet.

Die Ursache für den FH-Schiefstand bei mir ist die hohe Radlast vorne links. Korrigiert werden kann das mit einem Block unter der Feder. Der Block hebt die gesamte Fahrerseite an (die Beifahrerseite leider gleich mit), aber die Lagerung kompensiert das teilweise. Da kannst Du munter im Kreis rum korrigieren, wenn Du nicht alles zusammen betrachtest.

Mein HA-Federpaket liegt auf dem Schwerlastblatt an, d.h. ich fahre auf vier Federlagen. Ich lasse zu den oberen drei Lagen eine weitere einsetzen, die Schwerlastlage sollte dadurch wieder frei werden. Vier Lagen vorher, vier nachher + die Schwerlastlage als Durchschlagschutz. Sollte es härter werden, würde ich das sehr begrüßen. Nach paar tausend Kilometern im Gelände gilt für mich: Ich mag es hart, richtig hart. Der Laster entwickelt mit dem höheren Schwerpunkt eine erstaunliche Eigendynamik und ich fühle mich hinter dem Steuer umso besser, je mehr ich den Truck unter Kontrolle habe. Weiche Federn wären da kontraproduktiv. Aber jeder Jeck ist anders.

Mal so aus der Reisepraxis geschrieben...
Letzte Änderung: 03 Mär 2017 18:10 von oschi. Begründung: Federhärte und ALB ergänzt

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28 Feb 2017 18:59 #20361 von weitweg
weitweg antwortete auf Lösungen für alternde Parabelfedern

oschi schrieb: Ich weiß nicht, ob weitweg seine Messvorgänge oder Ratschläge schon mal selbst praktisch ausprobiert hat,...

Ja, ich habe das mein Auto während des Umbaus mehrfach vermessen. Es ist eine recht simple Angelegenheit. Man braucht dafür nur ein Metermaß, den ein oder anderen rechten Winkel und die ein oder andere Richtlatte. Ich habe dazu einen Kreuzlinienlaser verwendet. Der kann einem diese Arbeit noch weiter erleichtern.

oschi schrieb: ...aber das wird passieren: sobald Du das Fahrzeug an einer Ecke anhebst, hebst Du es auch aus allen anderen Federn.

Das sollte klar sein. Nirgendwo habe ich davon gesprochen, das Fahrzeug an nur einer Ecke anzuheben. Um eine Differenz zwischen dem einen und dem anderen Belastungszustand zu ermitteln, muss man das Fahrzeug aus den Federn heben.

oschi schrieb: Ein Fahrzeug ins "Wasser" zu bringen ist erheblich komplexer.

Das Fahrzeug bzw. den Rahmen in die Waage zu bringen, ist nun wirklich einfach. An allen vier Ecken variable Stützen drunter, ausnivellieren, fertig.
Es ist auch gar nicht nötig den Rahmen ist Wasser zu bringen. Die Hauptsache ist, dass er nicht windschief und evtl. parallel zu einer Bezugsfläche ist.

oschi schrieb: Allein aufgrund der Hebelverhältnisse musst Du exakt das dort messen, was Du nachher wo korrigierst.

Genau das sagte ich oben. Es muss immer an den selben festgelegten Referenzpunkten gemessen werden. Dabei gilt es evtl. Drehpunkte zu berücksichtigen.

oschi schrieb: Den Tipp mit der anderen Gewichtsverteilung im fertigen Ausbau (erst dann kann gemessen und korrigiert werden) möchte ich in der Praxis mal umgesetzt sehen: Tausche Sixpack Bier hinten links mit der Tüte Chips vorne rechts ;-) ?

Da hast Du aber eine wenig praktische Vorstellung. Bei meinem Hinweis oben verwendete ich das Wort "grob". Damit ist keine Tüte Chips gemeint, da es sicher auf 30 kg nicht drauf ankommt. Es sollte aber klar sein, dass ein beladener Heckträger, volle Wassertanks o.ä. einen deutlichen Einfluss auf das ganze haben.

oschi schrieb: Weder Stoßdämpfer noch Kardanwelle sind beim Ausnivellieren in Gefahr, schließlich ist das Fahrzeugheck ja um etliche cm eingefedert und soll nur wieder etwas angehoben werden. Unser Steyr stand original hinten ca. 8 cm höher, das war 30 Jahre lang vollkommen unproblematisch.

Vollkommen richtig, wenn es nur um die Wiedererlangung des alten Zustandes geht. Geht eine Höherlegung aber nennenswert darüber hinaus, wie es bei Offroad-Fahrzeugen häufig gemacht wird, sind die Umlenkwinkel der Kardanwellen zu berücksichtigen. Auch die Stoßdämpfer sind irgendwann zu kurz. Nicht umsonst haben derart höhergelegte Fahrzeuge Fangbänder für diese Fälle.

oschi schrieb: Da kannst Du munter im Kreis rum korrigieren wenn Du nicht alles zusammen betrachtest.

Ja..., mein Reden.

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02 Mär 2017 20:54 #20426 von oschi
So, HA-Federn sind verstärkt. Im Prinzip wurde die dritte Lage verdoppelt und dadurch das Heck um die gewünschten 60mm angehoben. Fahrzeug steht nun vollbeladen hinten 10mm höher als vorn. Schwerlastlage liegt frei. Bin erst zwei Kreisverkehre mit Dampf und über paar Tempoblocker gefahren, aber ich denke die Karre liegt nun schön satt auf der Straße. Wunderbar, ich freue mich auf die morgige Etappe. Bis Zuhause sind es noch 6 Wochen und paar Tsd km.

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03 Mär 2017 22:22 #20455 von martinaustirol
martinaustirol antwortete auf Lösungen für alternde Parabelfedern
Oschi, wo hast Du hier die Federn her? Und hast Du die obere oder die untere Lage verdoppelt?

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03 Mär 2017 23:04 - 15 Mär 2017 14:21 #20456 von oschi
Verdoppelt wurde die dritten Lage von oben, also diejenige, welche nicht mehr um die Bolzen gewickelt ist. Dazu wurde eine "ungefähr passende" Lage bestellt und in der Werkstatt umgearbeitet, d.h. die Enden abgeschnitten und etwas abgewinkelt und die Krümmung angepasst. Die Klammern an den Enden des Paketes (sollen verhindern, dass die Lagen auseinanderscheren), wurden gelöst und nach dem Einbau neu verschweisst. Der Herzbolzen wurde durch einen längeren ersetzt, und auch die Briden wurden ausgetauscht.

Sind heute zum Test einen Feldweg mit sehr großen Schlaglöchern gefahren. Das Auto schwankt im Vergleich zu vorher kaum noch und die Löcher werden von der HA fast unmerklich weggesteckt. Was jetzt noch poltert, kommt von der VA. Auf Teer liegt Oschi wieder wie unbeladen, d.h. fast wie ein Brett, auf der Straße. Jetzt fehlt eigentlich nur noch die passende Motorleistung zum Rennfahrwerk. B)
Letzte Änderung: 15 Mär 2017 14:21 von oschi.
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04 Mär 2017 01:00 #20458 von Gilly
Wenn ich fragen darf Oschi,
was sind die ungefähren Kosten von so einer Optimierung?
Und wo hast du das machen lassen?

Gruß,
Gerhard

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